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Bilderaustausch durch Dialog und Begegnung

Unter diesem Motto startete am Tag der Deutschen Einheit, zugleich der Tag der offenen Moschee, die vierte Fahrrad-Tour zu sechs Moschee-Gemeinden in Düsseldorf. Die Idee dazu hatte der Düsseldorfer Polizist Dirk Sauerborn, Kontaktbeamter der Stadt zu muslimischen Einrichtungen. 2015 radelt er zum ersten Mal am 3. Oktober von Moschee zu Moschee, um der Einladung muslimischer Gemeinden zum Tag der offenen Moschee zu entsprechen. Ihm kam die Idee mit anderen Interessierten die Fahrrad-Tour von Moschee zu Moschee zu machen und sprach Ataman Yıldırım von der AWO Düsseldorf an. Seit vier Jahren organisieren die beiden die Moscheen-Radtour am Tag der Deutschen Einheit.

Startpunkt für 18 interessierte Radler war dieses Jahr der Derendorfer S-Bahnhof, dessen alte Wartehalle zur Moschee der DITIB-Gemeinde umfunktioniert wurde. Vereinsvorsitzender Ismail Kızıltan begrüßt die Gäste freundlich, erzählt einiges zur Einrichtung der Moschee und beantwortet die Fragen der Besucher. Die nächste Station ist die Euro-Nur-Gemeinde auf der Ellerstraße hinter dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Hier handelt es sich eher um eine Art Wohnzimmer-Gebetsraum als um eine Moschee, in der die Ansichten des kurdisch-türkischen Gelehrten Said Nursi gelehrt werden. Gemeindemitglied Kamuran Yüksel kann in der kurzen Zeit nur einen kleinen Abriss seiner Gemeinde darstellen. Er ist zwar hoch erfreut über den Besuch, wünscht sich aber länger andauernde Besuche, um tiefergehende Fragen erörtern zu können. Eine Teilnehmerin der Radtour, die in der Nachbarschaft der Euro-Nur-Gemeinde wohnt, ist von der Vielseitigkeit der Tour begeistert, weil man an diesen Orten ins Gespräch kommt. Eine weitere Station der Tour ist die Albanische Moschee auf der Mindener Straße. Da kritische Frage der Besucher ausbleiben, schneidet Gemeindevorsitzender Musa Ferati einige Themen selbst an und macht Erläuterungen dazu.

Nach fünf Stunden ist die Moscheen-Radtour beendet, bei der 18 Interessierte auf der Nord-Süd-Achse der Stadt insgesamt sechs Moschee-Gemeinden besucht haben. Die Organisatoren sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Dirk Sauerborn unterstreicht das Engagement der Besucher, die sich an einem freien Tag mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen darauf einlassen etwas Neues zu erfahren, vielleicht sogar das eigene Weltbild erschüttern zu lassen, indem man die Bilder im Kopf mit denen der Erlebnisse vergleicht. Auf WDR 5 betonte Ataman Yıldırım die Symbolik des 3. Oktobers und sagte: „Deutschland ist eine Heimat für viele Muslime und diese Heimat können wir gemeinsam gestalten, indem wir uns auch begegnen und in den Dialog kommen. Solche Tage wie der Tag der Deutschen Einheit sind natürlich wichtig, denn die Muslime gehören auch zu Deutschland und Tag der Deutschen Einheit ist ein Tag für uns alle“.

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